Dr. Ingo Wolf, MdL -

26.08.2009

über Wolf

Innenminister Dr. Ingo Wolf - ein Mensch mit Verantwortung

Immer gut gelaunt, äußerst höflich und ausgeglichen, sehr geduldig und ohne jegliche Allüren so beschreibt seine Sekretärin Cornelia Makowski den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf.

Deshalb hat sie ihn auch gerne begleitet, als er nach der Landtagswahl vom 22. Mai 2005 aus dem Büro des Fraktionsvorsitzenden der FDP im Düsseldorfer Landtag auf den Chefsessel in das nahegelegene Innenministerium umzog. Hier steht der frühere Oberkreisdirektor des Kreises Euskirchen nach seiner Ernennung durch den Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers nun als Innen- und Sportminister an der Spitze von ca. 900 Beschäftigten und verfügt über ein Haushaltsvolumen von über 4 Mrd. EUR.


I m Rahmen der feierlichen Amtsübergabe am 24. Juni 2005 durch den früheren Innenminister Dr. Fritz Behrens (SPD) bekräftigte Dr. Wolf vor großer Kulisse im vollbesetzten Veranstaltungssaal der Behörde, wie sehr er sich auf seine Aufgabe freut. Gleichzeitig ist er sich bewußt, wie verantwortungsvoll dieses neue Amt ist.

Der Weg dorthin war gut vorbereitet, aber nicht vorhersehbar. Er führte ihn von Braunschweig über Köln nach Euskirchen, wo der gelernte Jurist seit 1998 mit seiner Familie lebt. Am 26. März 1955 in Braunschweig geboren, zog es die Familie bereits 1957 ins Rheinland. Hier wuchs Dr. Wolf in Köln auf, wo er auch das Städtische Gymnasium Kreuzgasse besuchte. Nach seinem 1973 erfolgreich bestandenen Abitur blieb er mit dem anschließenden Studium der Rechtswissenschaften seiner damaligen Heimatstadt Köln treu. Durch den Wehrdienst mußte das Studium in den Jahren 1974/75 unterbrochen werden. Das Studium schloß Dr. Wolf dann 1980 mit dem 1. juristischen Staatsexamen ab. Es folgte die Referendarzeit am OLG Köln, an deren Ende 1983 das 2. juristische Staatsexamen stand.

In seiner Freizeit suchte er früh schon Herausforderungen und Nervenkitzel beim Sport. So schwamm er als Kind im Urlaub gerne in 10°C kaltem Wasser und absolvierte im Jahr 1980 einen Lehrgang als Fallschirmspringer. Schwerpunktmäßig betätigte er sich aber im Tennis und Feldhockey. Mehr als ein Jahrzehnt spielte er als Vorstopper in der Feldhockey-Bundesliga bei Rot-Weiß Köln. Heute schaut sich Dr. Wolf Hockey-Spiele noch gern als begeisterter Fan an. Aber nicht nur im Sport, sondern auch im Berufsleben wird er als kämpferische Natur beschrieben, der gerne die Ärmel hochkrempelt. Seine Lebensphilosophie lautet deshalb auch:
Das Bessere ist der Feind des Guten.

Seine berufliche Karriere führte ihn zunächst für ein Jahr aus Köln weg in das nahegelegene Aachen. Nach einem Jahr als Zivilrichter am dortigen Landgericht wechselte er 1984 zur Universität Köln, wo er bis zu seiner Promotion im Jahr 1989 Geschäftsführender Assistent am Institut für Energierecht war. In den Jahren 1988 bis 1990 arbeitete er als Rechtsanwalt. In dieser Zeit entschied er sich als von Jugend an überzeugter Liberaler für einen Parteieintritt und wurde Mitglied der FDP.

1990 führte sein Weg ihn schließlich in seine jetzige Heimatstadt Euskirchen: zunächst als stellvertretender Stadtdirektor und von 1993 bis 1999 als Oberkreisdirektor des Kreises Euskirchen entwickelte er sich zum Mann der Tat und zum Kommunal- und Verwaltungsexperten. Auf dieses gute Praxiswissen kann er heute als Innenminister und Polizeichef des Landes Nordrhein-Westfalen in den vielen Expertenge-sprächen und kontroversen politischen Debatten im Plenum des unmittelbar am Rheinufer gelegenen Landtags zurückgreifen.

In den Jahren seiner Tätigkeit als Oberkreisdirektor hat er das heutige Bild der Kreisverwaltung entscheidend modernisiert und geprägt. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Einführung moderner Steuerungsinstrumente, mit denen dem Wirtschaftlichkeitsgedanken der Verwaltung stärker Rechnung getragen wird. Mit der ihm eigenen konsequenten Disziplin und mit effizientem Vorgehen erreichte er es sogar, ein bei Amtsübernahme drohendes Haushaltssicherungskonzept abzu-wenden und die Konsolidierung des Kreishaushaltes einzuleiten. Dabei legte er besonderen Wert darauf, dies nur gemeinsam mit allen Beschäftigten zu erreichen. Wir müssen alle an einem Strick ziehen aber in dieselbe Richtung war in dieser Zeit des Umbruchs als Motto von ihm zu hören.

Die Modernisierung erfolgte gleichsam von innen heraus, von betriebsfremder Umstrukturierung hielt er nicht viel. Seine Devise lautete: Besser wir reorganisieren uns selbst, als dass wir von außen neu strukturiert werden. Mit Hilfe internen Sachverstands gelang ihm der Umbau der Kreisverwaltung und er erreichte so innerhalb von 5 Jahren eine Stellenreduktion um 12 %. Er gab den einzelnen Mitarbeitern mehr Verantwortung und führte gleichzeitig eine Budgetierung ein. Durch Übertragung der Budgetverantwortung auf die Leiter der neu gefaßten Geschäftsbereiche führte er die Fach- und die Finanzverantwortung zusammen und trug somit den modernsten Verwaltungsmethoden Rechnung. Trotz angespannter Haushaltslage gelang es dem damaligen Oberkreisdirektor, die ADV-Ausstattung der Kreisverwaltung in wenigen Jahren auf einen modernen Stand zu bringen eine Grundvoraussetzung für ein effizientes Arbeiten jeder Verwaltung. Der Kreis Euskirchen konnte sich jetzt im interkommunalen Vergleich sehen lassen und behaupten.

Besonders am Herzen lag dem heutigen Innenminister des Landes NRW schon damals die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. In seine Amtszeit als Chef der Kreispolizeibehörde Euskirchen fiel die Neuorganisation der Kreispolizeibehörde 1993/94, die Umsetzung des Konzeptes Ordnungspartnerschaften mit den kreisangehörigen Gemeinden und die Einrichtung der Präventionsstelle Kölner Straße in Euskirchen.

Nachdem er bei den Landratswahlen am 12. September 1999 nicht die erforderliche Stimmenmehrheit erreichen konnte, legte er angesichts des Ablaufs seiner Amtszeit zum 30. September 1999 nicht etwa den Griffel aus der Hand, sondern arbeitete engagiert weiter bis zum letzten Tag. Der neue Landrat des Kreises Euskirchen, Günter Rosenke, hob deshalb auch am 01. Oktober 1999 im Rahmen der Verabschiedung von Dr. Ingo Wolf als Oberkreisdirektor hervor, es sei gerade Dr. Wolf zu verdanken, daß in der Kreisverwaltung Verantwortungsbewußtsein, Teamgeist und Leistungsvermögen ausgeprägt vorhanden seien. Er habe immer ein offenes Ohr für die Kolleginnen und Kollegen gehabt und sei immer um sachgerechte und interessenausgleichende Lösungen bemüht gewesen. Das politische Geschäft ließ Dr. Wolf allerdings nicht los, und als überzeugter Demokrat blieb er anschließend dem Kreistag als Fraktionsvorsitzender der FDP erhalten: Die stetige Fortentwicklung ist mir wichtiger als der große Knall, so Dr. Wolf zu seiner Art des Arbeitens.

Besonderen Rückhalt hatte er während der sechsjährigen Amtszeit durch seine Familie erfahren. Seine Frau, auch eine gelernte Juristin, und er wurden in dieser Zeit Eltern von drei Kindern (1993, 1994, 1996).

Seine Karriere in der Landespolitik ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nachdem er bei den Landtagswahlen 2000 aufgrund des guten Abschneidens der FDP in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen konnte, wurde er zweieinhalb Jahre später zum Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion gewählt und gab dafür sein bei der Bundestagswahl 2002 errungenes Bundestagsmandat auf.

Die Landtagswahlen im Mai 2005 stellten für ihn als Spitzenkandidaten der Partei eine besondere Herausforderung dar. Auch diesmal setzte sich die markante Mischung aus Überzeugungskraft und Engagement durch. Mit dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen wurde Dr. Ingo Wolf am 24. Juni 2005 zum Innen- und Sportminister der neuen Landesregierung ernannt. Dem neuen Amt bringt er höchs-ten Respekt entgegen. Anspruchsvoll, reizvoll und verantwortungsvoll, so sieht Dr. Ingo Wolf seine neuen Aufgaben und ist voller Tatendrang. Als sehr hilfreich emp-findet er die Erfahrungen, die er in Euskirchen als Oberkreisdirektor und Chef der Kreispolizeibehörde gemacht hat.

Als Innenminister ist er heute für Bereiche wie Verwaltungsmodernisierung oder die Neuordnung der Polizei zuständig. Auch die Kommunalabteilung des Ministeriums kann auf ihn als ausgewiesenen Experten zählen. Als oberster Dienstvorgesetzter führt er nun die Aufsicht über die Polizeibehörden und - einrichtungen des Landes, die fünf Bezirksregierungen und die übrigen nachgeordneten Behörden und Einrich-tungen im Geschäftsbereich des Innenministeriums. Dazu zählen z. B. das Lan-desamt für Datenverarbeitung und Statistik, die Gemeinsamen Gebietsrechenzentren in Hagen, Köln und Münster, das Landesvermessungsamt, das Landeskriminalamt und die Fortbildungsakademie des Innenministeriums in Herne.

Zu den vielfältigen Aufgaben des Innen- und Sportministeriums gehören beispielhaft: Verfassungsfragen, das EU-Recht, Wahlen, das Staatsangehörigkeitsrecht, Ausländerangelegenheiten, das öffentliches Dienstrecht, die kommunalen Angelegenheiten, die gesamten Aufgaben der 50.000 Beschäftigten der Polizei, die Verwaltungsmodernisierung, der Verfassungsschutz sowie die Gefahrenabwehr mit den Schwerpunkten Bevölkerungs- und Feuerschutz.

In seiner Amtszeit haben die Verwaltungsstrukturreform und die Entbürokratisierung der Landesverwaltung sowie die öffentliche Sicherheit oberste Priorität für Dr. Wolf. Zum einen geht es ihm um eine schnelle, unbürokratisch handelnde und schlanke Verwaltung. Zum anderen soll die geplante Strukturreform der Polizei die Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen wieder in die Lage versetzen, mehr zu fahnden statt zu verwalten. Als liberaler Innenminister hat die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit für ihn zentrale Bedeutung.

Ganz besonders freut es den früheren Feldhockey-Spieler, dass der Fachbereich Sport nach der Neuorganisation der Ressorts nun im Innenministerium angesiedelt ist. Ich habe eine Leidenschaft für den Sport nicht nur für den Hochleistungssport, sondern gerade auch für den Breitensport.

Die Liebe zum Sport findet auch in den Hobbys, für die sich der Minister jetzt noch Zeit nimmt, Ausdruck. Mit seiner mittlerweile wieder berufstätigen Frau und seinen Kindern zusammen fährt er gerne Fahrrad, läuft Inliner, spielt Tischtennis oder geht ins Schwimmbad. Im Urlaub wandern sie gerne in den Bergen. Seine heimliche Leidenschaft ist gutes Essen am liebsten fangfrische Forelle oder Schweinshaxe sowie als Nachtisch Eis mit viel Schlagsahne auch wenn man dies dem 1,90 m großen Mann nicht ansieht.

Selbstverständlich ist auch der rheinische Frohsinn nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Als begeisterter Karnevalist ist der 50-jährige Ehrenoffizier der Prinzengarde Euskirchen 1938 e.V. und Ehrenmitglied des Festausschusses Euskirchener Karneval e.V. Sein humoristisches Talent wird Dr. Ingo Wolf auch im Innenministerium unter Beweis stellen können. Denn am Altweiber-Donnerstag feiert man hier die hauseigene Karnevalsfete, die traditionell durch den Innenminister mit der Schlüsselübergabe und Tanz eröffnet wird.

Bei allem Einsatz als Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, für die Familie, die Partei, im Sport und im Karnevalsverein findet Dr. Ingo Wolf auch noch Zeit für seine im Jahr 2004 gegründete Ingo Wolf Stiftung Chancen für Kinder Sozialstiftung im Kreis Euskirchen, einer selbstständigen Stiftung, die ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt. Dr. Ingo Wolf beschreibt sich:Ich bin vor allen Dingen ein Mensch; mein Interesse gilt den Menschen, einer freien und sozial gerechten Gesellschaft, die Raum findet für Ideen, Initiativen und Individualität, die aber genau so gut erkennt, dass es ohne ein soziales und friedliches Miteinander keine Freiheit geben kann.

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